Das Forschungskolleg Humanwissenschaften: Veranstaltungen

Donnerstag, 19.03.2020, 19:00 Uhr
Forschungskolleg Humanwissenschaften, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg, Vortragsraum

Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität
Buchvorstellung und Gespräch

Andreas Rödder, Friederike Sattler, Ursula Weidenfeld
+DIE VERANSTALTUNG WIRD VERSCHOBEN+Das Forschungskolleg Humanwissenschaften stellt vor: Friederike Sattler und ihr neues Buch »Herrhausen. Banker, Querdenker, Global Player«



Das Buch

Dreißig Jahre nach seiner Ermordung: ein neuer Blick auf Alfred Herrhausen. Er war geprägt von der Erziehung an einer NS-Eliteschule, verwurzelt im Rheinischen Kapitalismus, vernetzt mit den Spitzen von Wirtschaft und Politik – und zugleich war Alfred Herrhausen seiner Zeit immer voraus. Als Vorstandssprecher der Deutschen Bank trieb er nicht nur den Aufbruch seines Hauses ins globale Bankgeschäft voran, mit seinen brillanten Analysen zur weltwirtschaftlichen Lage und pointierten Stellungnahmen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik war er auch weithin in der Öffentlichkeit präsent. Mit ihrer umfassenden, auf ganz neuer Quellengrundlage geschriebenen Biografie zeigt Friederike Sattler, dass Herrhausen ein Visionär war, der allerdings immer auch die gesellschaftlichen Folgen seines Handelns mit bedachte.

Das Buch ist 2019 im Siedler-Verlag in München erschienen.

Im Gespräch

Friederike Sattler, an der Freien Universität Berlin in Wirtschaftsgeschichte promoviert, lehrt seit 2012 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Wirtschafts-, Sozial- und Finanzgeschichte vorgelegt, zuletzt über die europäischen Wirtschaftseliten und die langfristige Entwicklung von Wertpapiermärkten. Gemeinsam mit Stephan Paul und Dieter Ziegler arbeitet sie derzeit an einer Geschichte der Commerzbank 1870 bis 2020.

Andreas Rödder, Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, zählt zu den renommiertesten Zeithistorikern der Bundesrepublik und hat mit seinem Buch »21.0 – Eine kurze Geschichte der Gegenwart« (C.H. Beck-Verlag München 2015) historisch begründete Schneisen in unsere unübersichtliche Gegenwart gezogen, von Big Data über den Euro bis zu Gleichstellung und Klimawandel.

Moderation

Ursula Weidenfeld hat selbst Germanistik, Wirtschaftsgeschichte und Volkswirtschaftslehre studiert, bevor sie als Journalistin u.a. für die Wirtschaftswoche, den Tagesspiegel und die Financial Times Deutschland tätig wurde. Für ihre fundierten Beiträge wurde sie mit dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet. Als Buch hat sie zuletzt »Regierung ohne Volk. Warum unser politisches System nicht mehr funktioniert« (Rowohlt-Verlag Berlin 2017) veröffentlicht.

Die Reihe

Wissenschaftliche Bücher − besonders Monographien, die sich einem einzigen Gegenstand widmen − sind zumeist das Ergebnis jahrelangen Forschens, Reflektierens und Schreibens. Die Reihe »Das Forschungskolleg Humanwissenschaften stellt vor: …« möchte diese Bücher in der Öffentlichkeit bekannt machen und diskutieren. Daher lädt das Kolleg in regelmäßigen Abständen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Rhein-Main-Universitäten ein, um über ihr Buch, dessen Hintergründe sowie die Fragen, die sie zu diesem Werk motivierten, zu sprechen.
Die Gesprächsreihe wird von Professor Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, dem Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften, geleitet.

Um Anmeldung wird gebeten: info@forschungskolleg-humanwissenschaften.de

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