Evaluation des Kollegs: Eine Institution von unverzichtbarem Wert für die Goethe-Universität
Der nun vorliegende Bericht empfiehlt, den eingeschlagenen Weg nachhaltig fortzusetzen

Im Herbst 2016, 10 Jahre nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Frankfurter Goethe-Universität und der Bad Homburger Werner Reimers Stiftung, beauftragte der Vorstand des Forschungskollegs Humanwissenschaften eine externe Kommission mit einer formativen Evaluierung des Kollegs. Es ging darum, die Aufbauarbeit des Kollegs zu beurteilen und Perspektiven für seine Weiterentwicklung aufzuzeigen.

Die vierköpfige Kommission bestand aus dem Geschäftsführer des »Freiburg Institute for Advanced Studies« Dr. Carsten Dose, dem ehemaligen Präsidenten der Berliner Humboldt-Universität Prof. Jan-Hendrik Olbertz, dem Leipziger Philosophen Prof. Pirmin Stekeler-Weithofer und der Pariser Soziologin Prof. Bénédicte Zimmermann.

Der nun vorliegende Kommissionsbericht bescheinigt dem Kolleg eine überaus gelungene Aufbauarbeit: In Bad Homburg ist eine Institution entstanden, die im Bereich der Humanwissenschaften auf internationaler Ebene einen herausragenden Ruf genießt. Seine Infrastruktur lädt Forscherpersönlichkeiten aus aller Welt dazu ein, konzentriert eigene Projekte voranzubringen und gleichzeitig im Austausch mit Kollegen der Goethe-Universität produktive Arbeitszusammenhänge aufzubauen. Gleichzeitig hat sich das Kolleg – ganz im Sinne einer »Bürgeruniversität« – zu einem beliebten Ort des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft entwickelt. Der Kommissionsbericht hebt zugleich die gute Atmosphäre am Kolleg und die effizienten Arbeitsabläufe hervor.

Vor diesem Hintergrund kommt die Kommission zu dem Ergebnis, dass die Goethe-Universität mit dem Kolleg über eine Infrastruktur verfügt, die für die Entwicklung der Goethe-Universität und ihrer Partner im Allgemeinen sowie für die Förderung der Humanwissenschaften im Besonderen unverzichtbar ist. Die Kommission empfiehlt, den eingeschlagenen Weg konsequent und auf Dauer gestellt fortzusetzen und die weitere Profilierung des Kollegs nach dem Modell der renommierten »Institutes for Advanced Studies« voranzutreiben.

Mit dieser Perspektive beschäftigt sich derzeit der Vorstand des Kollegs, dem die Präsidentin der Goethe-Universität Prof. Birgitta Wolff, der Vorstand der Werner Reimers Stiftung Dr. Albrecht Graf von Kalnein, der Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften Prof. Matthias Lutz-Bachmann, der Landrat des Hochtaunuskreises Ulrich Krebs und der Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg Alexander Hetjes angehören.

(FKH - 17.01.2018)