Democratic Vistas Lecture Series
Forschungsschwerpunkt »Democratic Vistas«

›Umkehr aller Vorstellungsarten und Formen‹. Ästhetik, Demokratie und Lebensform bei Wittgenstein, Rancière und Hölderlin

Achim Geisenhanslüke (Goethe-Universität Frankfurt)

 

 

Über den Vortrag
Der Vortrag diskutiert den Begriff der Lebensform im Spannungsfeld von Ästhetik und Politik. Ausgangspunkt der Überlegungen ist Ludwig Wittgensteins Begriff der Lebens- als einer Sprachform. Diese sprachbezogene Ausrichtung des Begriffes der Lebensform bei Wittgenstein bezieht der Vortrag in einem zweiten Schritt auf Jacques Rancières Überlegungen zum Zusammenhang von Politik und Ästhetik anhand des Leitfadens der Aufteilung des Sinnlichen. Rancières Engführung von Ästhetik und Politik diskutiert der Vortrag abschließend kritisch anhand von Hölderlins Empedokles-Drama, um an ihm den historischen Übergang von einer monarchisch-despotischen zu einer republikanisch-demokratischen Ordnung nachzuzeichnen, innerhalb derer der Begriff der Lebensform seinen Ort hätte.

Der Redner
Achim Geisenhanslüke ist seit 2014 Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Arbeitsschwerpunkte in der Literaturtheorie sowie der europäischen Literatur vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. Veröffentlichungen: Narben des Geistes. Zur Kritik der Erfahrung nach Hegel, Paderborn: Fink 2020; Am scharfen Ufer. Hölderlin, Frankreich und die Heideggersprache, Paderborn: Fink 2021; Raue Rhythmen. Hölderlins Nachtgesänge, Baden-Baden: Nomos 2023; Der Geschmack der Freiheit. Kant und das politisch Unbewusste der Ästhetik, Baden-Baden: Rombach 2024.

 



Termin

Donnerstag
12.12.2024
18:15 Uhr

Veranstaltungsort

Goethe-Universität
Campus Westend
60323 Frankfurt am Main