Forschung & Bildung
rnrn»Leonardo Award« für Wikipedia
rnDie Jury des »European Corporate Learning Award« tagte am Forschungskolleg
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Der »Leonardo - European Corporate Learning Award« geht in diesem Jahr an die Online-Enzyklopädie Wikipedia und ihren Gründer Jimmy Wales. Die Auszeichnung ist jetzt auf der Fachmesse »Zukunft Personal« in Köln übergeben worden. Entgegengenommen hat sie, stellvertretend für den Gründer, eine Gruppe von europäischen Wikipedia-Vertretern. Die international besetzte Leonardo-Jury hatte im Februar am Forschungskolleg Humanwissenschaften getagt.

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In der Begründung für die Preisvergabe wird hervorgehoben, dass die Online-Enzyklopädie, zu der jeder mit seinem Wissensschatz beitragen könne, inzwischen Unternehmen als Vorbild für den internen Austausch diene: Mitarbeiter teilten ihr Wissen miteinander, um ihren Arbeitsalltag besser zu meistern. Dabei brächten sie ihr persönliches Potenzial ein und stießen Innovationen an. »Um die aktuellen ökonomischen Krisen zu überwinden, brauchen wir ein Umdenken in Bezug darauf, wie wir in Zukunft lernen und mit Wissen umgehen wollen«, erläutert Günther Szogs vom Leonardo-Beirat, dem zwölf Bildungs- und Personalexperten aus zehn Ländern angehören. Die Auszeichnung für europäische Bildungsprojekte mit Leuchtturm-Charakter erhalte Wikipedia auch deswegen, weil es ein ganzheitliches Lernideal in die Praxis umgesetzt habe.

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Der Leonardo-Award wird unter anderem unter der Schirmherrschaft von Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, vergeben. Ins Leben gerufen hat ihn ein Initiativkreis aus dem Umfeld der Messe »Zukunft Personal«. Der Preis wurde jetzt zum zweiten Mal vergeben. Erster Preisträger im vergangenen Jahr war Jacques Delors, ehemaliger EU-Kommissionspräsident und ehemaliger Leiter der UNESCO-Kommission »Bildung für das 21. Jahrhundert«.

(FKH - 22.09.2011)